Über alle Grenzen hinweg - Die friedens räume feierten zum 25. Mal ihre Saisoneröffnung
21. Apr 2026
Mit schöner Musik, interessanten Diskussionsbeiträgen, einer wunderbaren musikalischen Lesung, der Eröffnung der neuen Rauminstallation Friedenskompass, aber allem voran mit der unerschütterlichen Überzeugung, dass Frieden möglich ist und der Mensch das Handwerkszeug dazu hat.
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Foto Lesung: Die Schauspielerin Sabine Lorenz und der Musiker Amin Asgari führen die Gäste mit ihrer musikalischen Lesung „Jenseits der Grenzen“.
„Seit 25 Jahren lassen wir uns nicht bange machen und bringen unsere Botschaft in die Welt: Wir geben dem Frieden Raum und nicht dem Krieg“, sagte Elisabeth Schedler vom Leitungsteam der Friedensräume auf der feierlichen Saisoneröffnung, mit der die Friedensräume zugleich ihr Jubiläum feierten. Fast 200 Gäste und Freunde der Friedensräume waren in den Belle Epoque Saal des Hotel Bad Schachen gekommen, um mit den Verantwortlichen und Ehrenamtlichen diesen besonderen Geburtstag zu feiern. Statt vieler Grußworte interviewten Berit Mohr, die Referentin und Koordinatorin der Friedensräume, und Elisabeth Schedler Oberbürgermeisterin Claudia Alfons, die stellvertretende Landrätin Sonja Müller, die stellvertretende Bezirktagspräsidentin Barbara Holzmann, den Vorstand von Pax Christi Augsburg, Barbara Emrich, Bundesvorstand von Pax Christi Odilo Metzler sowie dem Ehrenamtlichen Mitarbeiter der Friedensräume Alpa Kodabay über die Bedeutung der Friedensräume für die Stadt, den Landkreis, für die Region und überhaupt. Zusammen mit der Lindauer Schauspielerin Sabine Lorenz und dem aus dem Iran stammenden Musiker Amin Asgari begaben sich die Gäste auf eine aufrüttelnde literarisch-musikalische Spurensuche über Grenzen hinweg. Ihre Botschaft: Egal auf welcher Seite der Ländergrenze der Mensch lebt, jeder trägt dieselbe Sehnsucht nach Würde, Freiheit und Nähe in sich und in Kriegszeiten die Gefühle von Trauer, Wut, Schmerz und Ohnmacht. „Wahre Menschlichkeit beginnt dort, wo wir den anderen jenseits der Mauer als uns selbst erkennen.“
Ein gemeinsamer Spaziergang zur Villa Lindenhof mit kurzem, alphornbegleiteten Stopp an der Friedenssäule, gab den Gästen Zeit über das Gehörte nachzudenken und sich auszutauschen, ehe sie im neugestalteten Entscheidungsraum den Friedenskompass ausprobierten. Die Berliner Künstlerin Alexandra Nebel hat den Raum mit einer Kunstinstallation zum Mitmachen neu bestückt. Der Friedenskompass lädt nun als neuer Teil der Dauerausstellung dazu ein das eigene Konfliktverhalten spielerisch zu reflektieren.
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Foto Talkrunde (v.l.n.r.): Talkrunde statt Grußworte: Elisabeth Schedler, Sonja Müller, Barbara Emrich, Odilo Metzger, Berit Mohr, Barbara Holzmann, Claudia Alfons.
Titelfoto Entscheidungsraum: Die Künstlerin Alexandra Nebel zeigt, wie die Besucher beim Friedenskompass das eigene Konfliktverhalten spielerisch reflektieren können.
Isabel de Placido